Wer eine Zone absperren möchte, kann auf einen passenden Bauzaun kaum verzichten. Wo genau Bauzäune zum Einsatz kommen, was Sie bei der Aufstellung beachten sollten, welche Variationen es gibt und wann Sie einen Bauzaun aufstellen müssen, erfahren Sie hier.
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Bauzaun?
Ein Bauzaun, oft auch als Mobilzaun bezeichnet, ist eine temporäre Absperrung, die zur Umgrenzung, Absicherung oder Absperrung eines bestimmten Bereichs dient. Seinen Namen verdankt der Bauzaun seinem häufigsten Anwendungszweck: der Absicherung von Baustellen.
Wofür werden Bauzäune verwendet?
Bauzäune erfüllen je nach Einsatzort unterschiedliche Funktionen. Zu den Hauptaufgaben gehören:
Absicherung und Schutz
Die primäre Funktion eines Bauzauns ist die Absicherung von Baustellen, um Unbefugte am Betreten zu hindern und sie vor den Gefahren auf der Baustelle zu schützen. Ebenso dient er dem Schutz von Passanten von herabfallenden Gegenständen oder offenen Baugruben.
Diebstahl und Vandalismusprävention
Bauzäune schützen wertvolle Maschinen, Geräte und Materialien auf der Baustelle vor Diebstahl und Vandalismus.
Sicht- und Staubschutz
Mit speziellen Planen oder Netzen ausgestattet, können Bauzäune als Sichtschutz dienen, um die Baustelle vor neugierigen Blicken abzuschirmen. Gleichzeitig reduzieren sie die Ausbreitung von Staub und Schmutz in die Umgebung.
Veranstaltungssicherheit
Bei Konzerten, Festivals oder anderen Großveranstaltungen werden Bauzäune zur Lenkung von Besucherströmen, zur Abgrenzung von Sicherheitszonen und zur Kontrolle des Zutritts eingesetzt.
Verkehrslenkung
Im Bereich von Straßenbauarbeiten oder bei Veranstaltungen dienen niedrigere Bauzäune oder Absperrgitter der sicheren Führung von Fußgängern und der Regelung des Verkehrs.
Wofür benötigt man Bauzäune im Zusammenhang mit mobilen Heizungen?
Insbesondere in den Wintermonaten werden auf Baustellen oder bei Heizungsausfällen mobile Heizgeräte eingesetzt. Hier kommt Bauzäunen eine wichtige Schutzfunktion zu. Der Bauzaun dient als Sicherheitsbarriere, um einen ausreichenden Abstand zwischen den Heizgeräten, brennbarem Material oder Passanten zu gewährleisten.
Was muss bei der Aufstellung von Bauzäunen beachtet werden?
Die fachgerechte Aufstellung eines Bauzauns ist entscheidend für dessen Stabilität und Schutzwirkung. Dabei sind mehrere Aspekte zu berücksichtigen:
Standsicherheit
Der Untergrund muss eben und fest sein, um ein Umkippen des Zauns zu verhindern. Unebenheiten sind auszugleichen. Die Bauzaunfüße, die in der Regel aus Beton oder Recyclingkunststoff bestehen, müssen ein Mindestgewicht von 16 kg aufweisen, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten. Bei höheren Windlasten, beispielsweise durch die Anbringung von Planen, sind zusätzliche Abstützungen erforderlich.
Verbindung der Elemente
Die einzelnen Zaunelemente werden mit speziellen Verbindungsschellen fest miteinander verbunden. Dies erhöht die Stabilität der gesamten Konstruktion und erschwert ein unbefugtes Öffnen des Zauns.
Sichtbarkeit und Kennzeichnung
Insbesondere im öffentlichen Raum muss der Bauzaun gut sichtbar sein. Dies wird durch den Einsatz von Warnschildern und bei Bedarf durch zusätzliche Beleuchtungsreinrichtungen erreicht.
Haftung
Der Bauherr oder das ausführende Bauunternehmen trägt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung und den sicheren Zustand des Bauzauns. Er haftet für Schäden, die durch einen unsachgemäß aufgestellten oder mangelhaften Bauzaun entstehen.
Welche Arten und Größen von Bauzäunen gibt es?
Bauzäune sind in verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich, die sich je nach Einsatzweck unterscheiden.
Arten von Bauzäunen:
- Stahlgitterzaun: Dies ist die gebräuchlichste Form des Bauzauns. Er besteht aus verzinkten Drahtgitterelementen, die in die dafür vorgesehenen Füße gestellt werden. Sie sind robust, langlebig und wiederverwendbar.
- Holz- oder Stahlblechzaun: Diese blickdichten Zäune bieten einen vollständigen Sichtschutz und werden häufig auf innerstädtischen Baustellen oder zum Schutz vor Staub und Lärm eingesetzt.
- Absperrgitter: Diese niedrigeren Gitter (meist 1,00 m bis 1,20 m hoch) werden vor allem zur Lenkung von Personenströmen bei Veranstaltungen oder zur Absicherung von Gehwegen verwendet.
Größen von Bauzäunen:
Diese Standardmaße für Bauzäune haben sich in der Praxis etabliert, um eine einfache Handhabung und Kompatibilität zu gewährleisten:
| Typ | Breite | Höhe |
|---|---|---|
| Standard-Mobilzaun | 3,50 m | 2,00 m |
| Halbhoher Mobilzaun | 3,50 m | 1,20 m |
| Hoher Mobilzaun | 3,50 m | 2,45 m |
| Sichtschutzwand | 2,20 m | 2,00 m |
| Absperrgitter | 2,50 m | 1,00 m |
Wann ist ein Bauzaun Pflicht?
Die Pflicht zur Aufstellung eines Bauzauns ist in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen geregelt. Eine generelle Pflicht besteht immer dann, wenn von einer Baustelle eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. Dies ist insbesondere der Fall, wenn:
- die Baustelle an öffentliche Wege oder Straßen angrenzt,
- eine Gefährdung für Passanten oder den Verkehr besteht (z.B. durch offene Baugruben, Lagerung von Baumaterialien oder den Einsatz von Baumaschinen),
- die Gefahr des Herabfallens von Gegenständen besteht.
Die rechtlichen Grundlagen für die Bauzaunpflicht finden sich unter anderem in:
- der Baustellenverordnung (BaustellV)
- den Unfallverhütungsvorschriften (UVV) der Berufsgenossenschaften
- den Landesbauordnungen (LBO) der einzelnen Bundesländer
- den Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an den Straßen (RSA)
Für die Aufstellung eines Bauzauns im öffentlichen Raum ist in der Regel eine Genehmigung der zuständigen Behörde (meist des Ordnungs- oder Straßenverkehrsamtes) erforderlich.
Quellen:
JH Profishop. (aufgerufen am 09.10.2025). Bauzaun aufstellen: Vorschriften und Anleitungen.
Heras Mobilzaun. (aufgerufen am 09.10.2015). Wichtige rechtliche Vorschriften zu Bauzäunen entdecken.
