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Begleitheizung: Was ist das?

Begleitheizung: Was ist das?

Begleitheizungen sind unter anderem beim Frostschutz von wassergeführten Leitungen nicht wegzudenken. Hier erfahren Sie, wofür sie noch verwendet werden, was sie mit mobilen Heizungen zu tun haben, wie sie funktionieren und vieles mehr.

Was ist eine Begleitheizung?

Hierbei handelt es sich um eine elektrische Widerstandsheizung in Form eines Kabels oder Bandes, das um Rohre, Ventile oder Behälter gewickelt oder daran befestigt wird, um deren Inhalt vor dem Einfrieren zu schützen oder auf einer konstanten Temperatur zu halten. Sie wandelt elektrische Energie in Wärme um, die direkt auf das zu schützenden Objekt übertragen wird. Alternative Bezeichnungen sind „Rohrheizung“, „Frostschutzheizung“ oder „Heizband“.

Wofür werden Begleitheizungen verwendet?

Begleitheizungen werden unter anderem in folgenden Bereichen eingesetzt:

Frostschutz

Der häufigste Anwendungsfall ist der Schutz von wasserführenden Leitungen in frostgefährdeten Bereichen wie unbeheizten Kellern, Garagen, im Außenbereich oder in der Erde. Dies verhindert das Einfrieren und Platzen von Rohren.

Temperaturhaltung

In industriellen Prozessen ist es oft notwendig, die Temperatur von Flüssigkeiten oder Gasen in Rohrleitungen konstant zu halten, um deren Fließfähigkeit zu gewährleisten oder chemische Reaktionen zu steuern. Beispiele hierfür sind das Warmhalten von Schweröl, Fetten oder anderen viskosen Medien.

Warmwasserversorgung

Begleitheizungen können an Warmwasserleitungen installiert werden, um die Temperatur zu halten und sicherzustellen, dass an den Entnahmestellen sofort warmes Wasser zur Verfügung steht. Dies reduziert den Wasserverbrauch, da nicht erst kaltes Wasser ablaufen muss.

Spezialanwendungen

Darüber hinaus kommen Begleitheizungen auch als Dachrinnenheizung zum Schutz vor Eisbildung, zum Frostschutz von Pflanzen in Gewächshäusern oder zur Beheizung von Sprinkleranalagen zum Einsatz.

Wofür benötigt man Begleitheizungen im Zusammenhang mit mobilen Heizungen?

Mobile Heizungen werden häufig auf Baustellen, bei Veranstaltungen oder als Notheizung eingesetzt. Dabei müssen oft lange, flexible Schläuche für den Transport von Heizwasser oder anderen Flüssigkeiten im Freien verlegt werden. Insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen besteht die Gefahr, dass die Flüssigkeit in den Schläuchen einfriert und die mobile Heizanlage blockiert oder beschädigt wird.

Begleitheizungen spielen dann eine wichtige Rolle bei:

  • Frostschutz für Zuleitungen: Sie werden entlang der Heizungs– und Trinkwasserschläuche verlegt, um diese vor dem Einfrieren zu schützen und die Funktionsfähigkeit des gesamten Systems zu gewährleisten.
  • Sicherstellung des Betriebs: Durch den Einsatz von Begleitheizungen können mobile Heizungen auch bei Minusgraden zuverlässig betrieben werden.
  • Komplettierung des Systems: Anbieter von mobilen Heizlösungen führen Begleitheizungen als wichtiges Zubehör im Sortiment, um einen störungsfreien Betrieb unter allen Witterungsbedingungen zu ermöglichen.

Wie funktioniert eine Begleitheizung?

Die Funktionsweise einer Begleitheizung hängt von der Art des verwendeten Heizbandes ab. Grundsätzlich wird zwischen zwei Haupttypen unterschieden:

HEIZBAND-TYPFUNKTIONSWEISEREGELUNG
SELBSTREGULIERENDES HEIZBANDDiese Heizbänder passen ihre Heizleistung automatisch an die Umgebungstemperatur an. Sie bestehen aus zwei parallelen Kupferleitern, die von einem speziellen Kunststoff mit eingebetteten Kohlenstoffteilchen umgeben sind. Bei Kälte ziehen sich die Kunststoffteilchen zusammen, wodurch sich mehr Strompfade zwischen den Leitern bilden und die Heizleistung steigt. Bei Erwärmung dehnt sich der Kunststoff aus, die Anzahl der Strompfade verringert sich und die Heizleistung sinkt.Erfolgt automatisch an jedem Punkt des Heizbandes. Ein zusätzliches Thermostat kann zur weiteren Energieeinsparung eingesetzt werden.
HEIZLEISTUNG MIT THERMOSTATDiese Heizkabel haben eine konstante Heizleistung pro Meter. Die Temperaturregelung erfolgt über ein externes oder integriertes Thermostat, das die Umgebungstemperatur misst. Fällt die Temperatur unter einen voreingestellten Wert, schaltet das Thermostat die Heizung ein. Bei Erreichen der gewünschten Temperatur wird die Stromzufuhrt wieder unterbrochen.Externes oder integriertes Thermostat mit festen oder einstellbaren Temperaturwerten.
Tabelle: Funktionsweise verschiedener Begleitheizungen

Wie viel Strom verbraucht eine Begleitheizung?

Der Stromverbrauch einer Begleitheizung hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Leistung des Heizbandes: Die Heizleistung wird in Watt pro Meter (W/m) angegeben und liegt typischerweise zwischen 10 und 31 W/m.
  • Länge des Heizbandes: Je länger das zu beheizende Rohr, desto mehr Heizband wird benötigt und desto höher ist der Gesamtverbrauch.
  • Einschaltdauer: Die Dauer, während der die Begleitheizung aktiv ist, hat den größten Einfluss auf den Stromverbrauch. Bei selbstregulierenden Heizbändern und Systemen mit Thermostat ist die Einschaltdauer von der Umgebungstemperatur abhängig.
  • Isolierung: eine gute Rohrisolierung ist entscheidend, um Wärmeverlust zu minimieren und den Stromverbrauch zu senken.

Berechnungsbeispiel:

Ein 20 Meter langes Heizband mit einer Leistung von 15 W/m hat eine Gesamtleistung von 300 Watt (0,3 kW). Läuft dieses Heizband für 10 Stunden, ergibt sich ein Stromverbrauch von 3 Kilowattstunden (kWh):

0,3 kW * 10 h = 3 kWh

Bei einem angenommenen Strompreis von 28 Cent/kWh würden die Kosten für diesen Zeitraum etwa 84 Cent betragen.

Der Jahresverbrauch kann stark variieren. Ein dauerhaft laufendes System ohne Regelung kann mehrere hundert Euro an Stromkosten verursachen, während ein gut geplantes und geregeltes System deutlich sparsamer ist.

Kann ich eine Begleitheizung selbst installieren?

Die Installation einer Begleitheizung kann unter bestimmten Voraussetzungen von handwerklich geschickten Personen selbst durchgeführt werden. Insbesondere im privaten Hausbereich sind viele Produkte erhältlich, die einfach über eine Steckdose angeschlossen werden können.

Folgende Punkte sind bei der Selbstinstallation zu beachten:

  • Herstelleranweisungen: Die Montageanleitung des Herstellers muss unbedingt befolgt werden.
  • Sicherheit: Bei allen Arbeiten an elektrischen Anlagen ist Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall sollte immer ein Elektrofachmann hinzugezogen werden.
  • Montage: Das Heizband muss fest am Rohr anliegen, um eine gute Wärmeübertragung zu gewährleisten. Bei Kunststoffrohren wird oft die Verwendung von Aluminiumklebeband empfohlen, um die Wärme besser zu verteilen.
  • Isolierung: Nach der Montage des Heizbandes muss eine witterungs- und temperaturbeständige Isolierung angebracht werden.

Ein Fachmann ist immer erforderlich, wenn:

  • Unsicherheiten bei der Installation oder im Umgang mit elektrischen Komponenten bestehen
  • ein fester Anschluss an das Stromnetz erforderlich ist (üblich in Gewerbe und Industrie)
  • Komplexe Steuerungs- und Regelsysteme installiert werden sollen

Quellen:

Energie-experten.org. (gesehen am 09.10.2025). Einsatz von Begleitheizungen als Frostschutz.
Heizung.de (gesehen am 09.10.2025). Rohrbegleitheizung – Arten und Kosten.