Sie sind ein wichtiges Instrument zur Beförderung von Fluiden, die in vielen verschiedenen Szenarien und Geräten zum Einsatz kommen. Wo genau, wie sie funktionieren, welche Unterschiede es gibt und welche sich am besten zum Auspumpen eines vollgelaufenen Kellers eignet, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Pumpe?
Eine Pumpe ist eine Strömungsmaschine, die dazu dient, Fluide (Flüssigkeiten oder Gase) oder auch Schlamm von einem Ort zu einem anderen zu bewegen. Sie wandelt in der Regel mechanische oder elektrische Energie in hydraulische Energie um, um das Fluid zu fördern und dabei dessen Druck zu erhöhen oder eine bestimmte Förderhöhe zu erreichen.
Wofür werden Pumpen verwendet?
| Anwendungsbereich | Beispiele für den Einsatz |
|---|---|
| Wasserwirtschaft | Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung (Kläranlagen), Bewässerungssysteme |
| Industrie & Verfahrenstechnik | Transport von Chemikalien, Ölen, Kühlmitteln, Dosierung von Reaktionsstoffen in der Chemie- und Pharmaindustrie |
| Energietechnik | Umwälzung von Kühlwasser in Kraftwerken, Speisewasser-, Ölpumpen |
| Gebäudetechnik | Heizungsumwälzpumpen, Druckerhöhungsanlagen, Entwässerung von Kellern und Gruben |
| Fahrzeugtechnik | Öl-, Kraftstoff-, Kühlmittelpumpen in Motoren |
Neben dem reinen Transport dienen sie auch der Umwälzung von Flüssigkeiten in geschlossenen Systemen (z.B. Heizkreisläufe) oder dem Mischen von Flüssigkeiten.
Wie funktioniert eine Pumpe?
Unabhängig vom genauen Typ beruht die Funktion einer Pumpe auf dem Prinzip, dem Fluid Energie zuzuführen, um es zu bewegen. Dies geschieht in zwei Hauptschritten:
- Ansaugen (Saugseite): Die Pumpe erzeugt an ihrem Einlass einen Unterdruck (Vakuum). Aufgrund des höheren atmosphärischen Drucks außerhalb wird das Fluid in die Pumpe gedrückt.
- Fördern (Druckseite): Die Pumpe übt eine mechanische Kraft auf das angesaugte Fluid aus, wodurch dessen Geschwindigkeit und/oder Druck erhöht wird. Das Fluid wird durch den Auslass gedrängt.
Die Art und Weise, auf die die Energieübertragung erfolgt, unterscheidet sich je nach Modell (siehe nächster Abschnitt).
Was gibt es für Pumpen?
Sie lassen sich primär in zwei Klassen einteilen, die sich in ihrer Funktionsweise grundlegend unterscheiden: Kreisel- (dynamisch) und Verdrängerpumpen (hydrostatisch):
Kreiselpumpen (dynamisch):
Diese sind die am häufigsten verwendeten. Sie nutzen die Zentrifugalkraft zur Energieübertragung.
- Funktionsprinzip: Ein rotierendes Laufband beschleunigt das Fluid radikal nach außen. Die kinetische Energie des Fluids wird im Gehäuse in Druckenergie umgewandelt.
- Eigenschaften: Kontinuierlicher, pulsationsarmer Förderstrom; geeignet für große Fördermengen bei moderatem Druck
- Unterarten:
- Radialpumpen (z.B. Spiralgehäusepumpen): Die klassische Kreiselpumpe
- Axialpumpen: Fördern das Fluid parallel zur Achse (z.B. für sehr große Mengen bei geringer Förderhöhe)
- Tauchpumpen: Spezielle Bauform, die komplett in das zu fördernde Medium eingetaucht wird
Verdrängerpumpen (hydrostatisch):
Sie arbeiten, indem sie eine bestimmte Menge Fluid in einem abgeschlossenen Raum einschließen und diese dann mechanisch verdrängen.
- Funktionsprinzip: Sie erzeugen einen diskontinuierlichen Förderstrom, der jedoch einen sehr hohen Druck erreichen kann. Das Fördervolumen ist nahezu unabhängig vom Gegendruck.
- Eigenschaften: Geeignet für hochviskose Medien und Anwendungen, die hohen Druck und präzise Dosierung erfordern.
- Unterarten:
- Kolbenpumpen: Fördern durch die Hin- und Herbewegung eines Kolbens
- Zahnradpumpen: Fördern das Fluid in den Zwischenräumen von ineinandergreifenden Zahnrädern
- Schneckenpumpen (Exzenterschneckenpumpen): Fördern das Fluid durch die Rotation der Schnecke in einem Stator
- Membranpumpen: Fördern durch die Verformung einer Membran
Welche Pumpe eignet sich am besten zum Auspumpen des Kellers?
Für das Auspumpen eines vollgelaufenen Kellers eignen sich in der Regel Tauchpumpen am besten, da sie direkt in das Wasser gestellt werden können und keine separate Ansaugung benötigen. Die Wahl des Typs hängt von der Art des Wassers ab:
| Typ | Geeignet für | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Klarwasser-Tauchpumpe | Sauberes oder leicht verschmutztes Wasser (Regenwasser, Poolwasser) | Kann oft bis auf wenige Millimeter (Flachabsaugung) trocken saugen |
| Schmutzwasser-Tauchpumpe | Stark verschmutztes Wasser (Hochwasser mit Schlamm, Sand, Steinchen) | Besitzt einen größeren freien Durchgang für Feststoffe (Korngröße oft bis zu 30 mm); dies ist meist die beste Wahl für einen überfluteten Keller. |
| Kombinierte Tauchpumpe | Kann zwischen Klar- und Schmutzwasserbetrieb umgeschaltet werden | Bietet Flexibilität, ist aber oft teuer; ein Mietgerät kann sich lohnen |
Empfehlung: Für einen vollgelaufenen Keller ist eine Schmutzwasser-Tauchpumpe die sicherste Wahl, da sie auch mit Verunreinigungen (Schlamm, Laub, kleine Steine) fertig wird, die in einem überfluteten Keller fast immer vorhanden sind.
Wie Sie weiter vorgehen können, um einen überfluteten Keller zu trocknen, erfahren Sie hier.
Quellen:
Prüftechnik. (aufgerufen am 16.10.2025). Was ist eine Pumpe? Definition, Beispiele und beste Werkzeuge.
GCEA. (aufgerufen am 16.10.2025). Welche Pumpenarten gibt es?
Wassserpumpe.de (aufgerufen am 16.10.2025). Flachsauger Tauchpumpe oder Süffelpumpe kaufen.
